Heidelberg: Unser dritter Ausflug an Bord der MS Thurgau Saxonia im Test
Nach unserer kleinen Feiertags- und Neujahrsverschnaufpause geht es heute wieder weiter mit unserem Reisebericht zur Tour auf der Thurgau Saxonia. Nachdem wir euch im letzten Beitrag Bad Wimpfen gezeigt haben, steht heute als Nächstes ein echtes Highlight auf dem Plan: Heidelberg.
Das Ausflugspaket: Lohnt sich das?
In unserem Fall war das Paket inklusive, ihr könnt es bei der Buchung aber einfach dazuwählen. Wenn ich das mit den oft überteuerten Ausflügen bei Hochsee-Kreuzfahrten vergleiche, ist das hier wirklich eine Empfehlung. Die Preise sind fair kalkuliert und die Organisation ist bisher gut durchdacht. Wer nicht alles vorab buchen möchte, kann einzelne Touren meistens auch noch spontan an Bord anfragen.
Entspannter Vormittag auf dem Neckar
Unser Tag startete früh. Gegen 7 Uhr haben wir in Eberbach abgelegt. Die Fahrt Richtung Heidelberg war eigentlich schon ein kleiner Ausflug für sich. Das Wetter hat perfekt mitgespielt, also hieß es für uns: ab auf die Dachterrasse.
Während wir unterwegs waren, gab es oben auf dem Sonnendeck Service. Man konnte also bei einem kühlen Getränk die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen und einfach mal abschalten. Genau diese Art von Entschleunigung sucht man auf einer Flusskreuzfahrt.
Bevor es dann in Heidelberg richtig losging, gab es an Bord der Saxonia noch ein Mittagessen zur Stärkung. Auf dem Plan stand Hausmannskost: Senfeier mit Kartoffelstampf, Senf-Rahmsauce und Blattspinat.
Ehrlich, bodenständig und lecker – genau richtig als Grundlage für den anstehenden Fußmarsch.
Der Ausflug startet mit der Stadtführung
Gegen 13:30 Uhr ging es dann los mit dem Ausflug „Altstadtrundgang mit Schlossführung Schloss Heidelberg“. Wie bei den bisherigen Ausflügen wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, damit die Gruppen nicht zu groß werden. Die Gruppen bleiben dadurch schön überschaubar.
Der Ausflug startete direkt vom Sonnendeck aus, denn wir haben sehr zentral in Heidelberg angelegt. Ein Transfer war hier wiedermal nicht nötig.

Wir hatten das Glück, eine sehr nette und humorvolle Stadtführerin zu bekommen. Etwa eine Stunde führte sie uns durch die Altstadt von Heidelberg, zeigte uns die wichtigsten Highlights und erzählte Geschichten zur Stadt. Die Atmosphäre war wirklich angenehm, die Führerin war lustig und engagiert – genau so mag ich das. Hier ein paar Eindrücke der Stadtführung:


Mit der Bergbahn zum Schloss
Nach der Altstadt-Tour ging es zur Bergbahn. Hier durften wir als Gruppe eine Art „Fast Lane“ nutzen – wir kamen direkt rein, ohne lange anstehen zu müssen. Die Fahrt mit der Bergbahn nach oben zum Schloss dauert nur etwa fünf Minuten, aber die Aussicht während der Fahrt ist schon beeindruckend.

Oben am Schloss Heidelberg angekommen – und das war ehrlich gesagt der Punkt, auf den ich mich am meisten gefreut hatte – erwartete uns bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein ein fantastischer Ausblick auf die Stadt. Man sieht die Altstadt, den Neckar, die Brücke – wirklich sehenswert.
Anschließend wurde uns das Schloss selbst gezeigt, mit vielen interessanten Details zur Geschichte und Architektur. Der Eintritt war bereits im Ausflug enthalten und die Eindrücke haben mich gefühlt in die damalige Zeit katapultiert:
Das Große Fass – eine Attraktion der Superlative
Absolut beeindruckend war das berühmte Große Fass im Heidelberger Schloss. Dieses Fass fasst tatsächlich 228.000 Liter – wild, oder? So eine Größe kann man sich kaum vorstellen, bis man es einfach live sieht. Definitiv ein Highlight, das man sich anschauen sollte.
Das Ende war überraschend abrupt
Hier muss ich ehrlich sagen: Das Ende des Ausflugs kam etwas überraschend. Die Tour endete, nachdem wir uns gemeinsam das Fass angesehen hatten, und unsere Führerin war dann auch recht schnell weg – die Zeit war anscheinend abgelaufen. Für einige Gäste war das etwas verwirrend. Für Noah und mich war das allerdings kein Problem, da wir ohnehin noch ins Apothekenmuseum wollten.
Das Deutsche Apothekenmuseum
Das Ticket für das Schloss war auch für das Deutsche Apothekenmuseum gültig – super! Das Museum ist wirklich klasse und für Noah und mich als Krankenpfleger besonders interessant. Historische Apothekeneinrichtungen, alte Rezepte und spannende medizinische Geschichte – genau unser Ding. Bilder von hier dürfen wir euch leider nicht zeigen, aber es lohnt sich dort vorbei zu schauen.
Noch ein Spaziergang durch den Schlossgarten und dann zurück
Nach dem Museum wollten wir noch in den Schlossgarten. Um vom Schloss zum Schlossgarten zu gelangen sollte man allerdings gut zu Fuß sein, aber von dort aus konnten wir tatsächlich sogar die Thurgau Saxonia sehen.
Und man bekommt noch einmal einen meiner Meinung nach viel besseren Ausblick auf die Stadt und vor allem auf das Schloss selbst:
Nach ein paar Selfies mussten wir uns dann aber auch gegen 16:25 Uhr wieder auf den Weg zum Schiff machen, denn um 17:45 Uhr hieß es wieder „Alle Mann an Bord“. Wir haben uns dafür entschieden zu Fuß zu gehen, statt die Bahn zu nehmen und das war definitiv die richtige Entscheidung. Der Weg war wirklich schön, wir haben viele tolle Natureindrücke mitgenommen. Wer gut zu Fuß ist, dem kann ich das nur empfehlen.

Unten angekommen, gab es noch einen kurzen Abstecher durch die Altstadt für unseren obligatorischen Kühlschrankmagneten, bevor wir pünktlich zur Aperostunde um 18 Uhr wieder im Salon waren.
Mein Fazit zu Heidelberg
Unterm Strich war dieser Ausflug wirklich sehr gelungen – auch wenn das Ende etwas überraschend und abrupt war. Das hat den einen oder anderen Gast durchaus verwundert. Am Ende haben es aber alle pünktlich und ohne Probleme zurück zum Schiff geschafft, und das ist schließlich die Hauptsache.
Heidelberg hat mich persönlich positiv überrascht. Die Altstadt ist charmant, das Schloss beeindruckend und die Aussicht von der Terrasse wirklich wunderschön.
Was ich generell am Thurgau-Ausflugspaket schätze: Die Touren sind gut geplant, die Gruppen überschaubar und die Preise im Vergleich zu Hochsee-Kreuzfahrten absolut fair. Wenn ihr eine Flusskreuzfahrt mit Thurgau Travel in Erwägung zieht, kann ich nur sagen: Nehmt das Ausflugspaket mit – es lohnt sich.
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